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Studentenaustausch 2011

 

 

„Zurück in die Zukunft„

Wir schreiben das Jahr 2011: Die vier mutigen Abenteurer: Patrik Deutsch, Dalmita Herrmann, Nina Mostberger & Manuel Oster machen sich auf zu einer Reise in die Vergangenheit - oder doch in die Zukunft? Sie wissen es selbst noch nicht, als sie am Nachmittag des 05.06.2011 gen Frankreich aufbrechen. Wie erwartet regnet es bei der Ankunft in dem altertümlich anmutenden Städtchen Vesoul. Nach einem köstlichen Empfang (herzlich sowie kulinarisch) durch Monsieur Naegele, ihrem Ansprechpartner in der französischen Steuerverwaltung, wollen sie nach der langen Anreise nur noch ins Bett. Am nächsten Morgen machen sie sich nach einer erholsamen Nacht auf den Weg zur „Direction des finances publiques du département Haute-Saône“. Hinter den schon etwas in die Jahre gekommenen Mauern der Direktion spielt sich Unglaubliches ab: Napoleonische Strukturen treffen auf moderne Verwaltung.

Doch nicht nur das Äußere des Gebäudes wirkt altmodisch, auch die Organisation der Verwaltung im Inneren ist von historischen Strukturen durchzogen. Auch wenn heutzutage über den Einkauf jeder einzelnen Büroklammer nicht mehr in Paris entschieden werden muss, ist die Zentralisierung doch noch allgegenwärtig. Anders als in Deutschland, wo jedes Bundesland sein eigenes „Mekka“ des Steuerrechts betreibt, gibt es in Frankreich beispielsweise landesweit neben Paris nur noch ein zweites „Edenkoben“ in Clermont-Ferrand.

Auch der Tätigkeitsbereich des französischen Finanzbeamten ist um einiges vielfältiger. Neben der „normalen“ Veranlagung der Steuern kümmern sich diese auch um die Eintreibung sämtlicher kommunaler Abgaben sowie Strafen etc., wie beispielsweise Bußgelder aufgrund der Vergehen im Straßenverkehr. Weiterhin sind sie z. B. für die Führung des Grundbuchs zuständig und erfüllen die Aufgaben des deutschen Katasteramtes.

Auch der Tätigkeitsbereich des französischen Finanzbeamten ist um einiges vielfältiger. Neben der „normalen“ Veranlagung der Steuern kümmern sich diese auch um die Eintreibung sämtlicher kommunaler Abgaben sowie Strafen etc., wie beispielsweise Bußgelder aufgrund der Vergehen im Straßenverkehr. Weiterhin sind sie z. B. für die Führung des Grundbuchs zuständig und erfüllen die Aufgaben des deutschen Katasteramtes.

Andererseits sind sie der deutschen Finanzverwaltung um Jahre voraus.
Allem voran die elektronische Datenverarbeitung. In Frankreich ist die Idee der elektronisch vorausgefüllten Steuererklärung bereits verwirklicht, was durch die Übermittlung von Renten, Arbeitgeberdaten, sowie Bankdaten möglich ist.
Aus Sicht des Steuerpflichtigen ist die Erklärung also nur noch bei Abweichungen und Ergänzungen zu korrigieren.

Die elektronische Vernetzung war und ist noch viel stärker vonnöten als in Deutschland. Denn vereinfachte Verfahren, wie der flächendeckende Quellensteuerabzug für Kapitalerträge sowie der Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber, sind in Frankreich absolut unvorstellbar. Die Aufgabe der Steuerberechnung, -festsetzung sowie der Erhebung ist ausschließlich in staatlicher Hand. Eine Kooperation mit nichtstaatlichen Institutionen ist nicht gewollt. Die damit verbundene Mehrarbeit - bei ebenso schwindenden Personalkapazitäten - kann nur durch flächendeckenden EDV-Einsatz aufgefangen werden. Das haben die französischen Nachbarn wesentlich früher erkannt und umgesetzt.

In ihrer Freizeit wenden sich die vier Abenteurer der französischen „cuisine“ zu und dürfen hautnah feststellen, dass die Franzosen auch in der Schokoladenkultur ihren Nachbarn um mehr als eine Nasenlänge voraus sind.
Beim besten Chocolatier der Welt, welcher diese traditionsreiche Kunst verfeinert durch zeitgenössische Rafinesse in Szene zu setzen weiß, überzeugen sie sich von sinnlichen Gaumenfreuden auf höchstem Niveau.

Stundenlang könnten sie noch von ihren Erlebnissen weiterschwärmen und merken nicht, dass Sie bereits wieder heimgekehrt sind, von ihrer Reise in die Vergangenheit... oder Zunkunft ?!?

Für dieses unvergessliche Erlebnis möchten sie vor allem den Erbauern der Zeitmaschine Rita Spönlein, M. Naegele und M. Leonard danken, die sie bei der Vorbereitung und während dessen sehr gut unterstützt haben.

© 2011 Patrik Deutsch, Dalmita Herrmann, Nina Mostberger, Manuel Oster

 
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© Fachhochschule für Finanzen
Stand: Donnerstag, 26. Januar 2012